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Magazin Wracks / Archäologie Die Baron Gautsch

21.
Jun
2009
Die Baron Gautsch
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Berichte - Wracks / Archäologie

© Andrea Lehmann © Andrea Lehmann

In Auftrag gegeben wurde das Schiff (84,5 m lang und 11,8 m breit), ebenso wie die Schwesterschiffe Prinz Hohenlohe und Baron Bruck vom Österreichischen Lloyd (größte und mächtigste Reederei unter der K.K.-Monarchie). Gebaut wurde die Baron Gautsch im schottischen Dundee bei der Werft Gourlay Bros. & Co., Ltd.. Eingesetzt wurden die Schiffe auf der dalmatinischen Eillinie (Baron Gautsch ab 16.06.1908).

© Diving Center Puntizela © Diving Center Puntizela

© Diving Center Puntizela © Diving Center Puntizela
Die Baron Gautsch hatte - anders als ihre Schwesterschiffe - 3 ölbeheizte Kessel, die über je eine Dampfmaschine die drei Schrauben antrieben. Der dritte Kessel brachte aber keine wirkliche Leistungssteigerung.

Am 13. August 1914 fuhr das dem Österreichischen Lloyd gehörende Dampfschiff Baron Gautsch, das nach dem österreichischen Ministerpräsidenten Paul Gautsch benannt wurde, trotz Information durch die Kriegsmarine und Warnsignalen des Minenlegers zum Trotz auf der Fahrt von Cattaro nach Triest in ein Minenfeld in der Nähe von Pula (Istrien/Kroatien). 

Berichten von überlebenden Passagieren zu Folge kümmerte sich die Schiffsbesatzung in erster Linie um die eigene Rettung.

Aus Pula ausgelaufene Torpedoboote retteten die ins Meer gesprungenen Passagiere. Trotzdem kamen von den mehr als 300 Personen an Bord ungefähr 130 – meist Frauen und Kinder – ums Leben.

Diese Katastrophe wurde aus Propagandagründen verheimlicht, zu einer gerichtlichen Klärung oder gar Entschädigung der Überlebenden beziehungsweise der Erben der Opfer kam es in den Wirren der Nachkriegszeit nie. Die geborgenen Opfer wurden auf dem Marinefriedhof von Pula neben Angehörigen der Kriegsmarine beigesetzt.

Das Wrack ist  verhältnismäßig problemlos zu betauchen. Es liegt auf ebenem Kiel in 40 m Tiefe auf Sand- und Schottergrund. Es ist  nach all den Jahren - völlig mit Schwämmen, Muscheln, Algen und anderen Meereslebewesen überwachsen und wird von unzähligen Fischen als Versteck benutzt, scheint es doch die einzige Erhebung über den Meeresgrund in einigem Umkreis zu sein. Im und um das Wrack sieht man regelmäßig kapitale Conger-Aale und Thunfische.

Eine sehr ausführliche Beschreibung des Wracks kann man hier nachlesen:
http://www.harald-geiger.de/tauchen/wrackbarongautsch.htm 

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Einige der Bilder wurden uns freundlicherweise von Diving Center Puntizela zur Verfügung gestellt.

 

 

 
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